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Kennst Du den Begriff “to be assertive”. Als ich den Begriff zum ersten Mal hörte, war er neu für mich. Was mit dem Begriff gemeint sein könnte, davon hatte ich eine Idee, der Begriff war dennoch viel bedeutender für mich, als ich es dachte.

Aber dazu mehr im Laufe des Beitrag! Ich hörte den Begriff zum ersten Mal in meinem ersten Training bei meinem heutigen Lebenspartner “Erfolgreich führen ohne formale Macht”. Und das Thema Gesprächsführung an sich war bei mir schon ein Angstauslöser. Durchsetzen, erfolgreich führen und überzeugen waren Themen, die mit Sicherheit nicht zu meinen Stärken gehörten. Und dann sollte ich mich auch noch testen, um herauszufinden, welcher Kommunikationstyp ich bin!

Bin ich eher der Passive, der es meidet für sich einzustehen; der Aggressive, der seine Bedürfnisse über andere stellt oder der assertorische Kommunikationstyp, der für sich einstehen kann, ohne die Interessen von anderen Menschen mit den Füßen zu treten.

Und schon ist es geschehen: Mein Interesse war geweckt. Ich wusste sofort, dass ich eher der passive Typ bin und wollte mehr darüber wissen, wie ich das verändern kann. Ich wollte nicht mehr passiv sein und warten, wie ich reagiere. Ich wollte mehr für mich einstehen. Und zwar nicht erst dann, wenn ich viel zu emotional bin. Und so wurde aus einem angstbesetzten Thema eines meiner Schwerpunkte in meinen Coachings und Trainings:

Es war der Start einer meiner größten Stärken! Menschen darin zu unterstützen, wie sie aus der Falle der Passivität und der Aggressivität rauskommen!

Nach dem Training habe ich intensiv zu dem Thema recherchiert, konnte im deutschen Sprachraum jedoch nur wenig finden. Also habe ich einfach nach assertiveness training im Internet gesucht und war tagelang mit dem Studieren von den vielfältigen Artikel aus den USA beschäftigt.

Mir hat sich eine komplett neue Welt eröffnet: Ich habe verstanden, warum mich Menschen, die souverän wirken, so faszinieren. Sie folgen genau diesem Prinzip: Sie stehen für sich ein, achten jedoch dabei darauf, dass sie die persönlichen Grenzen von anderen Menschen nicht verletzen. Sie ernten Respekt, da sie ganz ruhig ihren Standpunkt mitteilen und nicht warten, bis sie explodieren, weil ihre Bedürfnisse scheinbar mit den Füssen getreten werden.

Sie strahlen eine souveräne Ruhe und Gelassenheit aus und wirkten wie ein Fels in der Brandung, wenn es etwas turbulenter wird. Ich fand nach und nach immer mehr Ansätze, wie ich mehr zu der Person werden konnte, die mich so beeindruckte. 

Wenn ich mich auf eine Erkenntnis begrenzen müsste, dann habe ich ganz klar einen Favoriten: 

Souveräne Menschen treffen auf genau dieselben Situation, wie andere Menschen auch. Sie reagieren lediglich anders, da sie eine andere Einstellung zur Situation haben. Sie reagieren angemessen auf Situationen und warten nicht bis ihr “Emotionsfass” droht überzulaufen.  

Ihr Erfolg und ihre Souveränität resultiert aus ihrem Denken:

  • Sie kennen ihre Bedürfnisse und ihre Werte. Und merken, wenn Menschen ihre Grenzen und Interessen nicht respektieren. 
  • Sie setzen klare und deutliche Grenzen, ohne die Persönlichkeit ihres Gegenübers zu übergehen. 
  • Sie führen keine Konfliktgespräche, sondern eher Gespräche der Klärung. Sie treten in Kontakt, so dass beide Gesprächspartner die Möglichkeit haben, ihren Standpunkt darzulegen. 
  • Sie lassen sich nicht auf negative Manipulationen ein, sondern stoppen diese. Gleichzeitig lassen sie dem Gesprächspartner die Wahl, ob er ruhig das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt fortführen möchte.
  • Ihre Bedürfnisse sind Leitfaden für ihre Gespräche. Sie stellen dar, was ihnen wichtig ist. Sie brauchen keine allgemeinen Regeln, um für ihren Standpunkt einzutreten. 
  • Sie sind in der Lage, Fehler einzugestehen und diese zuzugeben. 
  • Bevor sie Gespräche führen, achten sie darauf, dass sie den Menschen respektieren und wertschätzen. Ihnen ist bewusst, dass Menschen nicht ihr Verhalten sind. 

Und alle diese Punkte kann man durch eine Veränderung der eigenen inneren Einstellung erreichen. 

Meine inneren Dialoge habe ich in meiner Ausbildung in Rational emotiver Verhaltenstherapie nach Albert Ellis gelernt. Ich habe gelernt, mir meine inneren Dialoge bewusster zu machen und zu spüren, wie die Worte die ich mir in Gedanken sage, sich auswirken. 

Ich habe gelernt, dass es negative Gefühle gibt, die ich mir selbst konstruiere, die mich nichts weiter als Energie kosten. Oder vielmehr sie mir sogar schaden. Es war wie ein Aha-Erkenntnis, dass es zwei Arten von negativen Gefühlen gibt: 

Diejenigen, die mir jegliche Energie rauben und diejenigen, die mich darin unterstützen, aus der Situation rauszukommen. Früher war ich Sklave meiner unangemessenen negativen Gefühle und heute nutzen mir meine negativen Gefühlen, da sie mir helfen zu erkennen, was für mich wichtig ist. 

Ich habe mit der Methodik gelernt, viel früher für mich einzustehen. Viele scheinbar unlösbaren Konflikte entstehen, da Menschen viel zu spät für sich einstehen. Aus einer gut gemeinten Absicht, den Frieden nicht ins Wanken zu bringen, wird dann eine Naturgewalt, die eine Schneise der Verwüstung hinterlässt. 

Diese Methodik und wie Du nützliche negative Gefühle für Dich nutzen kannst, darum geht es bei meinem Thema #Mindpower: Dir zu zeigen, wie Du Dein Denken verändern kannst, dass die Verwüstung erst garnicht entsteht. 

Und für alle Menschen, die sich gerade in einer irrationalen Spirale befinden, biete ich Rescue-Sessions an. In diesen Gesprächen führe ich Dich mittels der Methodik nach Alber Ellis zu einem neuen Denken: Einem Denken, das Dir hilft und mit dem Du dafür sorgst, dass Dir Deine Gefühle helfen: